Schule

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Die Grund und Hauptschule Löhlbach "Unter den Linden"

Kontaktadresse:
Grundschule Löhlbach
Frankenberger Straße 2
35114 Haina-Löhlbach
Tel: 06455/511


Chronik:

Die Geschichte des Schulwesens
Im Anfang des 18. Jahrhunderts wird eine reformierte Schule zu Löhlbach erwähnt,
welche fast 100 Jahre vegetierte, bis sie der Cantons maim von Gemünden, der es nach dem damaligen Schullehrer und Kirchendiener (luth.) Immel anders machte als andere Leute, welche immer viel von Schulverbesserung sprechen und nichts thun, weil der reformierte Lehrer dort doch nicht leben konnte und der lutherische nur sehr knapp, im Jahre 1813 aufhob und die Besoldungsstücke zur Aufbesserung des lutherischen Lehrers verwendete, mit alleiniger Ausnahme des Schulhauses, welches die reformierte Gemeinde zu ihrem Nutzen verkaufte.
Jene Schule hatte zuletzt nur noch 2 Schüler.
Da nun der lutherische Lehrer durch die Besoldungsstücke der vormaligen reformierten Schulstelle aufgebessert wurde, ohne dass die lutherische Gemeinde sich anzustrengen brauchte und ohne dass dem Lehrer eine eigentliche Mehrarbeit entstand, so ward den Reformierten für die Zukunft die Befreiung vom Schullohn zugebilligt. Dies hat sehr lange den Hauptbeweggrund für zuziehende Reformierte , bei ihrer Confession zu bleiben, abgegeben, bis das Schulgeld überhaupt aufgehoben wurde.
Der vorerwähnte Lehrer Immel ist jedenfalls der Vorgänger des später erwähnten Lehrers Wissemann, welcher in den 40er Jahren hier war.
Über seine Amtstätigkeit ist vorläufig nichts zu sagen, da mir im Augenblick weiter kein Material zur Verfügung steht.
Vom 16. Januar 1846 bis 2. September 1851 wird derLehrer Friedrich erwähnt, dessen Gehilfe der Lehrer Fett, später in Röddenau, war. Derselbe vertrat auch den erkrankten Lehrer Friedrich in der Zeit vom 29. XI. 1850 bis 15. I.1851. Ob dann am 2. September 1851 der Lehrer Friedrich pensioniert wurde, ist meinerseits nicht festzustellen.
Seit dem 2. September 1851 bis zum 1. November 1853 amtierte der Lehrer Pfeil hierselbst. Am 24. III.1852 ist ihm seine Frau durch den Tod entrissen worden.
Erwähnt sei auch noch, dass am 27. Juli 1853 der alte pensionierte Lehrer Johs. Immel in einem Alter von 85 Jahren gestorben ist.
Auch wurde am 26. Jan. 1851 durch den damaligen Lokalschulinspektor, Hr. Pfr. Fett, die Einführung des kleinen lutherischen Katechismus befohlen.
Als Nachfolger des Lehrers Pfeil wurde dann laut Verfügung der Kirchl. Regierung, der Lehrer Mahst als Lehrer und Kirchendiener für hiesigen Ort bestimmt und zwar am 20. XI. 1853.
Derselbe ist jedenfalls bis zum Jahre 1856 hierselbst geblieben.
Als Gehilfen der ordentlichen Lehrer werden erst nach den 60er Jahren ab einige genannt, so wird zunächst ein Gehilfe namens Backhaus erwähnt. Derselbe, am 29. Juni 1841 in Sarnau geboren, ist nach Michelsberg im Kreise Marburg von hier aus versetzt worden.
Zu dieser Zeit war der ordentliche Lehrer Konrad Weber aus Wetter, geboren am 15. Mai 1827, hier tätig. Er ist jedenfalls der Nachfolger des Lehrers Mahst seit dem 1. XI. 1856.
Nach 10 j. Amtstätigkeit kam jener am 1. XII. 1866 als erster Realenlehrer nach Gemünden a. d. Wohra.
Nach seinem Fortgang wurde der Lehrer Schröder vom 13. XII. 1866 bis zum 16. XII. 1867 als Schulverweser ernannt. Von dieser Zeit bis zum 28. Mai bzw. 1. Juni 1869 war dessen Nachfolger der Schulverweser Knoch.
Seit der Zeit Schröders und Knochs ist jedenfalls der Lehrer Stahl als Gehilfe bzw. zweiter Lehrer an hiesigem Schulorgamismus tätig gewesen.
Durch Meldung des Lehrers Karl Wenkebach wurde derselbe laut Verfügung Königl. Regierung vom 28 Mai 1869 vom 1. Juni ab als erster Lehrer und Kirchendiener an hiesiger Volksschule angestellt, während dem damaligen Schulverweser Knoch die zweite Lehrerstelle übertragen wurde. Letzterer amtierte hier bis zu 1. XI. 1870, von welchem Tage ab er nach Rengershausen versetzt wurde.
Während der eingetretenen Vakanz amtierte Lehrer Wenkebach allein, bis am 1. XI.1871 der Lehrer Otto Becker als zweiter Lehrer nach Löhlbach bestellt wurde. Dieser blieb jedoch nur bis zum 16. VII. 1872 hier und wurde mit genannten Tage nach Rosenthal versetzt.
Mit der Versehung der erledigten Stelle wurde wiederum der Lehrer Wenkebach beauftragt, in welcher Zeit – am 5. Febr. 1873 – dessen Frau starb.
Am 1. April 1873 wurde dann der neue zweite Lehrer Konrad Henkel (gen Schulvikar) seither in Reddehausen von dem damaligen Ortsschulinspektor Pfr. Klingelhöffer in sein Amt eingeführt. Derselbe blieb dann als zweiter Lehrer bis zu seiner Versetzung am 1.XII. 1874 nach Allendorf hierselbst tätig.
Diesmal wurde ein auswärtiger Lehrer, nämlich der Lehrer Möller in Battenhausen mit der Versehung betraut. Sie erreichte ihr Ende am 31. Mai 1875.
Am 1. Februar 1875 wurde der Lehrer Wenkebach nach Oberndorf, Kreis Marburg, versetzt, dessen Nachfolger der Lehrer Eduard Brunner, ehemals Niederwalgern am 1. IV. 1875 wurde.
Vom 1. Februar bis 12. April übernahm der damalige Ortsschulinspektor Pfr. Klingelhöffer mit wöchentlich 28 Stunden den Unterricht in der hiesigen Oberklasse.
Seit dem 1. Juni 1875 bis 1. November d. J., als zur Wiederbesetzung der zweiten Schulstelle durch den Schulamtsbewerber Heinrich Schneider aus Rossberg, hatte Brunner sämtliche Klassen zu unterrichten.
Lehrer Schneider blieb fünf Jahre am hiesigem Schulkörper tätig, bis er am 25. September 1880 als Lehrer an die einklassige Schule nach Densberg kam.
Seitdem haben die zweiten Lehrer oft gewechselt, welches wohl hauptsächlich in den misslichen Verhältnissen der Wohnung seinen Grund hatte.
Dieselbe hatte nur zwei kleine, sehr kalte Zimmer in dem alten Schulhaus.
Da die Amtstätigkeit der zweiten Lehrer im allgemeinen eine sehr kurze war, so will ich mich darauf beschränken, die Namen und die Daten vom Anfang und Ende ihrer Amtstätigkeit nur anzugeben.
Nach Schneider kam am 25. X. 1880 der Lehrer Trusheim aus Wermetshausen hierher. Versetzt wurde er wieder nach Schönbach am 30. Juni 1881.
Nach vierwöchentlicher Vakanz kam an seine Stelle am 1. VIII. 1881 der Lehrer Heck aus Moischeid, welcher schon am 1. X. 1882 nach Dodenhausen versetzt wurde.
Von da ab bis Ende Dezember 1883 amtierte hierselbst der Lehrer Kraushaar aus Sehlen kam am gen. Tage an die Schule zu Schönstein.
Die Stelle wurde dann am 1.I. 1884 sofort wieder besetzt mit dem Lehrer Hermann Dietrich Bornemann aus Gemünden. Derselbe war bis zum 14. VIII. 1885 hierselbst tätig.
Sein Nachfolger war der Lehrer Sostmann, der am 1. I. 1891 nach Elben, Kreis Wolfhagen, versetzt wurde.
Nach ¼ Jahr Versehung wurde der Lehrer Seibert aus Gemünden am 1. IV. 1891 an hiesige zweite Schulstelle berufen. Schluß seiner Tätigkeit ist sein Abgang nach Marburg am 15. III. 1894.
Dessen Nachfolger wurde nun Karl Jacob mit dem 1. V. 1894. Die zweite Schulstelle hat er bis zum 1. II. 1898 inne gehabt.
In den Ferientagen des Jahres 1897 wurde der damalige erste Lehrer Brunner lungenkrank. Deshalb wurde zuerst die Versehung der ganzen Schule Karl Jacob übertragen.
Da ihm jedoch das Amtieren in einer Schule von 180 Kindern auf die Dauer zu viel wurde, so erhielt der Lehrer Brunner am 1. 5. einen Gehilfen in dem Schulamtskandidaten Heinrich Siebert aus Ehringen Kreis Wolfhagen. Derselbe bekam jedoch von dem Ortsschulinspektor Pfr. Dr. Drake die Mittel- und Unterklasse als Arbeitsfeld angewiesen, während Karl Jacob die Oberklasse belassen wurde.
Am 1. II.1898 wurde dann der Lehrer Brunner pensioniert und Jacob mit der ersten Schulstelle betraut.
Lehrer Siebert blieb als zweiter Lehrer bis zu seiner Versetzung an 15. X. (desselben Jahres) 1898 nach Betzigerode hierselbst im Amt.
Am 15. XII: desselben Jahres, nachdem Jacob wieder eine achtwöchige Vertretung auferlegt war, wurde die zweite Lehrerstelle durch der Schulamtsbewerber Rudolf Ramge aus Sachsenhausen bei Frankfurt a. M. neu besetzt, welcher seine Tätigkeit an hiesiger Schule bis zum 1. IV. 1904 ausdehnte, zu welcher Zeit er nach Oberhausen Rhld. übersiedelte.
Vom 15. IV. bis 16. V. hatte Jacob wiederum alle drei Klassen allein unterrichtet; da ihm die Vertretung jedoch in folge der Länge der Zeit weiterhin unmöglich wurde, erhielt ich an letztgenanntem Termin Hilfe durch den Lehrer Dilcher in Frankenau, welcher die Mittelklasse in wöchentlich 12 Stunden unterrichtete, während er der Ober- und Unterklasse in wöchentlich 44 Stunden Unterricht erteilte.

Bild:Klassenfoto1907.jpg

Bild:Schulmaedchen1894.jpg

Das Konsistorium Das Konsistorium in den evangelisch- lutherischen Staatskirchen ist ein Gremium aus geistlichen Beamten, die sich regional und national mit Fragen der kirchlichen Verwaltung befassen.
Diese Gremien haben unter anderem die Aufsicht über die Religionslehrer.
Bis zum Beginn des neunzehnten Jahrhunderts hatten die Konsistorien in Kassel und Marburg (Hessen Kassel) die alleinige Aufsicht über die Schulen.

Die Entwicklung der Schulen in Hessen

Die Schulen, vornehmlich die Dorfschulen in Hessen und hier im besonderen im Bezirk Kassel (ehemaliges Kurfürstentum Kurhessen) sind unzweifelhaft Gründungen der evangelischen Kirche und wurden von dieser auch über Jahrhunderte bis etwa Mitte des neunzehnten Jahrhunderts als kirchliche Einrichtungen betrieben.
Nach der Reformation (Beginn 1517) bis zum 30 jährigen Krieg (1618 – 1648) bestand der Unterricht im wesentlichen in der Unterweisung des Katechismus und wurde vom sogenannten Opfermann (später Küster ) erteilt.
In den darauf folgenden Jahrhunderten wurden zusätzliche Schreib- und Rechenübungen aufgenommen, die aber zunächst auch nur kirchliche Inhalte hatten.Im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts nahm der Staat mehr Einfluss auf die Beaufsichtigung des Schulunterrichts, weil der Unterrichtsstoff nach und nach auf zusätzliches Allgemeinwissen erweitert wurde.
Diese Einflussnahme geschah durch die Bildung von „Oberschulräthen“, die sich aus Konsisterial- und weltlichen Mitgliedern zusammen setzten.
Damit wurde gleichzeitig auch eine finanzielle Beteiligung staatlicher Stellen an der Lehrerbesoldung in Gang gesetzt.
Durch verschiedenen Rechtsverordnungen, insbesondere das Organisationsedikt von 1821 wurde eine Trennung der bisherigen Regelungen insofern getroffen, als das Schulwesen grundsätzlich dem Staat übertragen wurde.
Bei der Kirche verblieb aber nach wie vor noch die rechtliche und disziplinarische Aufsicht über das „Küsterlehramt“ und den Religionsunterricht.
Die Schulpflicht, die bisher lediglich kirchlich begründet war, wurde jetzt eine bürgerlich staatliche Pflicht. Die Schule als solche wurde eine eigene Rechtsperson.


Die Schulgebäude in Löhlbach


Das Schulgebäude (Ahle Schüle) wird Sitz der Gemeindeverwaltung. Nach dem Bau der neuen Schule am Westrand von Löhlbach konnten die Räume des 1925/26 errichteten Schulgebäudes anderen Zwecken zugeführt werden.
Zunächst wurden im ehemaligen Schulsaal zwei Räume für den jeweiligen Bürgermeister eingerichtet. Dies hatte den Vorteil, dass die Gemeindeakten bei einem Wechsel des Bürgermeisters nicht in die Wohnung des Nachfolgers transportiert werden mussten, sondern generell in den dafür vorgesehenen Räumen verbleiben konnten.
Das Obergeschoss diente noch einige Zeit als Lehrerwohnung. Daneben war vorübergehend die Polizeistation dort untergebracht.
Im Jahr 1932 zog jedoch die gesamte Gemeindeverwaltung mit dem Gemeinderechner in das Obergeschoss ein und blieb dort bis zur kommunalen Verwaltungsreform 1971.
Bis zu diesem Zeitpunkt war hier auch der Sitzungssaal für das Gemeindeparlament eingerichtet.
Das Erdgeschoss diente in den folgenden Jahren den verschiedensten Zwecken. Es waren dort vorübergehend ein Kindergarten, Wohnungen und die Kreissparkasse untergebracht.
Am 16. November2002 wurde es durch einen Umbau durch die Gemeinde, an Familie Altmann als Gaststätte „Ahle Schüle „ in Betrieb genommen

Bild:Schulgebauede1975.jpg

Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert war in der Regel die Kirche allein für die Wohnung des Küsters, die auch gleichzeitig für den Unterricht zur Verfügung stehen musste, zuständig und verantwortlich.
Im Verlauf des achtzehnten Jahrhunderts, spätestens aber mit dem Kurfürstlichen Organisationsedikt von 1821 wurde die Bereitstellung einer Wohnung für den Küster bzw. Schulmeister verbunden mit Schulräumen den politischen Gemeinden übertragen.
Die Wohnung für den Küster bzw. Schulmeister war zunächst mietfrei, wurde aber im Lauf der Zeit in Geldwert umgerechnet und zu den Sachleistungen (Grundstücke, Garten) hinzu gerechnet.
Um 1700 baute die Gemeinde Löhlbach, zu der Zeit etwa 400 Einwohner, ihr erstes Schulhaus. Dieses Gebäude mit einer Grundfläche von weniger als 60 qm existiert heute noch und befindet sich in Privatbesitz.
Das Gebäude mit einem Schulsaal von 27 qm diente annähernd 90 Kindern für Unterrichtszwecke sowie einer Lehrerfamilie, die in der Regel kinderreich war, als Wohnung.
Ein Keller von etwa 25 qm mußte für die Wintervorräte und als Stall der Lehrerfamilie reichen.
In den Jahren 1825/26 mußte auf Beschluss der Kurfürstlichen Regierung in Kassel, in Löhlbach waren derzeit 150 Kinder zu unterrichten, eine neues Schulgebäude errichtet werden. Es handelt sich hierbei um das jetzige Restaurant „Ahle Schüle“.
Die Gemeinde hatte noch Schulden in Höhe von 600 Thalern für den Neubau der Kirche aus dem Jahr 1813 zu verkraften, so dass ihr diese, wenn auch dringend notwendige Baumaßnahme besonders schwer fiel. Es mußten weitere Schulden in Höhe von 234 Thalern getilgt werden.
Ende Oktober 1826 wurde das neue Schulgebäude bezogen. Der neue Schulsaal hatte eine Größe von 67 qm.
Die Wohnung für den Schulmeister war jetzt ausreichend. Der Schulsaal erwies sich aber schon bald als nicht ausreichend.
1850 mußten 200 Schulkinder unterrichtet werden.
Aber erst im Jahr 1868 hatte die Gemeinde Löhlbach die Mittel, um im Obergeschoss einen zweiten Schulsaal von 50 qm einzurichten.
In den Jahren 1899/1900 wurde auf dem bisherigen Zimmerplatz ein neues Schulgebäude errichtet. Das erste Gebäude mit fabrikmäßig hergestellten Klinkersteinen in Löhlbach.Das neue Schulgebäude enthielt drei Schulsäle, zwei Lehrer- Dienstwohnungen sowie eine kleine Dachgeschosswohnung für eine Einzelperson. Die Zahl der Schüler hatte inzwischen die Zahl von 200 überstiegen. Sie wurden nunmehr von drei Lehrkräften unterrichtet.
1968/69 wurde neben dem Schulhaus ein neues Schulgebäude mit vier weiteren Lehrsälen und einer Gymnastikhalle errichtet.
Im Laufe dieser Zeit hat sich das Verhältnis Schüler/Lehrkräfte bedeutend verändert.
Mitte der 80iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts unterrichteten sechs Lehrkräfte 108 Kinder. Im sechzehnten bis weit in das siebzehnte Jahrhundert war der Pfarrer in den Dörfern in der Regel die einzige Person, die lesen und schreiben konnte. Für die notwendigen Verrichtungen (Läuten der Glocken, Einsammeln der Kollekten und Verwahren im Kirchenkasten u. a.) benötigte er einen Gehilfen. Wegen der Geldverwaltung wurde dieser „Opfermann“ genannt. Hieraus entwickelte sich die spätere Bezeichnung „Küster“. Diesem Küster oblag als Gehilfe des Pfarrers zunächst die Unterweisung der Kinder in allen Fragen des Katechismus und aller religiösen Angelegenheiten. Die Erweiterung des Unterrichts insbesondere um das Lesen und Schreiben sowie die Einführung zusätzlicher Fächer des Allgemeinwissens führte im achtzehnten Jahrhundert dazu, dass das Amt des Küsters in ein „Küsterlehramt“ umfunktioniert wurde. Im neunzehnten Jahrhundert lautete die Bezeichnung dann Lehrer oder Schulmeister. Die Personalunion der Stelle des Lehrers mit der des Küsters endete um 1850. Von hier an übernahm er die Kirchendienste freiwillig.Die Fachaufsicht (rechtlich, disziplinarisch) lag bis zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts bei den kirchlichen Konsistorien und wurde für die einzelnen Dörfer den örtlichen Pfarrern übertragen (Schulinspektoren).

Bild:Schulgebauede2004.jpg

Besoldung: Das Entgelt für den Opfermann bzw. den Küster wurde ursprünglich aus dem „Kirchenkasten“ aufgebracht. Hinzu kamen Sachleistungen in Form von Roggen, Weizen, Brot, Kartoffeln u. a.
Später wurden ihm Grundstücke zur Bewirtschaftung übertragen. Hiermit musste er im wesentlichen seine Familie ernähren.
Im Laufe der Zeit kamen zu diesen Leistungen, die für seine Dienste für die Kirche bereit gestellt wurden, Geldleistungen der politischen Gemeinden und des Staates hinzu.
Ab etwa 1850 erfolgte dann die Besoldung der Lehrer vom Staat.

Aufzählung von Löhlbacher Lehrern
1751 – 1805 Konrad Reinhardt
1805 – 1851 Johannes Immel Er hatte sieben Kinder, wohnte bis zum Neubau der Schule in dem um 1700 gebauten Schulgebäude (heute Ernst Müller).
Der Schulsaal hatte eine Größe von 3m x 9m.
Im Keller waren Vieh und Vorräte untergebracht.
1852 – 1857 Christoph Pfeil Er hatte neun Kinder und musste 100 Thaler von seinem Jahresgehalt für die Pension seines Vorgängers aufbringen.
1857 – 1872 Konrad Weber
1872 – 1875 Karl Friedrich Wenkebach
1875 – 1897 Karl Brunner
1897 – 1927 Carl Jacob Er war bereits seit dem Jahr 1924 bis zu seiner Berufung als Erster Lehrer(später Hauptlehrer)als Zweiter Lehrer tätig.
Im Zeitraum von 1927 bis 1936 ist ein ständiger Wechsel der Lehrer zu verzeichnen.
Dezember 1936 bis 31.12.1962
Otto Jacob Die Hauptlehrer Carl und Otto Jacob (Vater und Sohn) haben übereinen Zeitraum von mehr als 60 Jahren die Entwicklung der Schule in Löhlbach verantwortlich begleitet und gestaltet.
Die Nachfolge von Otto Jacob trat dann im Jahr 1963 Richard Eitner an.
1963- Richard Eitner
19.. Uta Seibel aus Haina, sie starb früh an einem Hirntumor.
19.. Constanze Schmidt aus Frankenberg

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Bild:Lehrer1969.jpg


Bild:Lehrer1972a.jpg


Bild:Lehrer1975.jpg


Die Entwicklung der Schülerzahlen von 1800 - 1900

1800 86 Schüler/innen 1808 100 Schüler/innen 1823 150 Schüler/innen 1855 215 Schüler/innen 1900 200 Schüler/innen

Ab dem Jahr 1868 gingen die Kinder von Altenhaina und Kirschgarten in die neu gegründete Schule von Halgehausen.
Bis etwa zum Jahr 1910 hatten in der Regel zwei Lehrer bis zu 200 Kinder zu unterrichten.
Ab 1910 waren in Löhlbachin der Regel mindestens drei Lehrer tätig.

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